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Das buddhistische Weltbild |
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| Das buddhistische Weltbild geht davon aus, dass sich die Welt in staendiger Veraenderung befindet, in der daher nichts von Dauer sein kann. Entsprechend gibt es keine unveraenderlichen Dinge - aus Altem entspringt staendig etwas Neues, das aber gleichzeitig durch das Vorangegangene bedingt ist. Die menschliche Wirklichkeit beginnt schon mit der Geburt als ein schmerzhaftes Dasein - und Leiden bestimmt das weitere Leben und den Tod. Selbst in gluecklichen Situationen wird man von Verlustaengsten geplagt. Mit dem Tod ergibt sich die Moeglichkeit einer neuen Geburt, die wiederum einen neuen Leidenszyklus einleitet. | ||||
| Die Erkenntnis vom Ursprung des Leidens und die Einsicht in die Notwendigkeit ihrer Veraenderung fuehrt zu Handlungsweisen, die es dem Menschen ermoeglichen, sich nach mehreren Lebenszyklen zu befreien. Der Ursprung allen Leidens liegt in der menschlichen Begierde nach weltlichen Genuessen und der Unzulaenglichkeit, die Schwaechen seines eigenen Ich, die sich in Egoismus und Stolz zeigen, zu beherrschen. Denn nur wer nach weltlichen Genuessen strebt wird die zerstoererischen Kraefte von Hass, Gier, Unzufriedenheit, Angst und Trauer kennenlernen. | Jede Person ist durch ihre individuelle Erfahrungen und Handlungen gepraegt, ist ein Produkt ihrer Umwelt. Die buddhistische Lehre erwartet, dass man die Entwicklung der eigenen Persoenlichkeit nicht dem Zufall ueberlaesst, sondern selbst in die Hand nimmt. Das Ziel des geistigen Reifeprozesses liegt im Nirvana, in dem man sich von allen Voreingenommenheiten befreit hat. Indem man sich von weltlichen Genuessen und egoistischen Beduerfnissen loest und stattdessen anderen Menschen gegenueber geduldig, liebevoll, wohltaetig, mitfuehlend und guetig ist, wird man zufrieden und erreicht einen emotional positiven Zustand. Hiermit ist jeder Mensch in der Lage, ein hoeheres Wissen ueber den Zustand der Welt zu erlangen und sein eigenes Karma zu verbessern. | |||
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05. Mai 2006 16:08:21 +0200 | |||