|
|
Der “Isaan”, wie die Gegend im Nordosten
Thailands genannt wird, ist der ursprünglichste Teil des
Landes - und auch der ärmste, denn die Landwirtschaft leidet
unter wenig fruchtbaren Böden und unvorhersehbaren
Regenfällen. Obwohl der Lebensstandart relativ niedrig ist -
oder vielleicht gerade deswegen, haben sich kulturelle
Traditionen hier besser erhalten als anderswo. Zusammen mit
den deutlichen laotischen und Khmer-Einflüssen prägen sie eine
eigenständige Regionalkultur - in Dialekt, Bräuchen, Essen,
Festen, Volkstänzen und besonders aus der Musik. Der Nordosten besteht aus einem riesigen, kargen Plateau, das im Norden und Osten an den Fluß Mekong, die Grenze zu Laos, stößt und im Süden durch das Dongrak-Gebirge, das Thailand von Kambodscha trennt, begrenzt wird. Die Gegend umfaßt etwa ein Drittel der Landmasse und der Bevölkerung Thailands. Zwar ist das dörfliche Leben für die Region charakteristisch, aber wichtige Städte wie Khorat, Khon Kaen und Ubon Ratchathani gehören zu den bevölkerungsreichsten in Thailand. |
| Das Zentrum bildet eine 100-300 m ueber dem Meeresspiegel sich schalenfoermig erhebende, leicht huegelige Ebene, das sogenannte Korat-Plateau. Es ist von Hoehenzuegen und Fluessen begrenzt: die bis zu 1700 m hohe Petchabun-Kette im Westen, die Phanom Dongrak-Kette im Sueden, der Mekong im Osten und Norden. Im Erdmittelalter (Mesozoikum) lagerten sich hier Sedimente eines urzeitlichen Merres ab, die spaeter gehoben und gefaltet wurden. Diese verhaeltnismaessig naehrstoffarmen Boeden koennen Wasser sehr schlecht speichern, so dass sie fuer die Landwirtschaft von geringer Qualitaet sind. Waehrend der Regenzeit, wenn der Menam Mun mit seinen Nebenfluessen die Wassermassen kaum fassen kann, kommt es zu grossen Ueberflutungen. Nur wenige Monate spaeter leidet das Land unter Trockenheit und Duerre. |
|
| - | |
| [Home] | |
| Copyright © 2005 [Detlef Liedigk] |